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Lukas Podolski steht im Trikot des 1. FC Köln im RheinEnergieStadion im Scheinwerferlicht und formt ein Herz mit den Händen.
Foto: Netflix / Lukas Mengeler

Auf den Spuren von Lukas Podolski: Die wichtigsten Orte in Köln

Ab dem 4. Juni 2026 läuft beim Streamingdienst Netflix eine Dokumentation über die in Köln unvergessene Fußballlegende Lukas Podolski. Wer sich bis dahin nicht gedulden kann, geht einfach selbst auf Streifzug am Rhein. An diesen Orten kommen Fans Prinz Poldi so nah wie sonst nirgends.

Er hat eine Weltmeisterschaft gewonnen, in Istanbul und Antalya gespielt, blieb seiner Heimat Köln aber immer verbunden. Lukas Podolski ist auch lange nach seinem Ausscheiden beim 1. FC Köln aus der Domstadt nicht wegzudenken: Dönerläden, Eisdielen, ein prominentes Penthouse und eine Indoor-Fußballhalle in Mülheim verweisen auf sein Wirken am Rhein. Wer Poldi verstehen will, kommt an Köln nicht vorbei.

Ein Still aus der Netflix-Dokumentation "Poldi" zeigt Lukas Podolski in Karnevalsgarde-Uniform auf einem Umzugswagen in Köln.
Ab dem 4. Juni läuft die Doku „Poldi“ auf Netflix | Foto: Netflix / Lukas Mengeler

1. RheinEnergieStadion – „Poldis Wohnzimmer“

Alles beginnt hier. 1995 wechselt Podolski als Jugendlicher zum 1. FC Köln, 2003 feiert er seinen Bundesligadurchbruch. Im Oktober 2024 läuft er beim Abschiedsspiel ein letztes Mal in „seinem“ Stadion auf. Die Lukas-Podolski-Loge, von ihm mitgestaltet und mit persönlichen Erinnerungsstücken ausgestattet, trägt den Spitznamen „Poldis Wohnzimmer“, und das ohne jede Ironie.

Aufnahme der rot-weißen FC-Fankurve im RheinEnergieStadion in Köln.
Foto: Vitalii Vitleo / shutterstock

Die Loge kann für Events und Konferenzen für bis zu 30 Personen angemietet werden. Für eine ordentliche Portion Fußballkult empfiehlt sich aber auch eine öffentliche Stadiontour. Hier geht’s zur Website des RheinEnergieStadions.

RheinEnergieStadion, Aachener Straße 999, 50933 Köln

2. Mangal Döner, Chlodwigplatz – der Ausgangspunkt eines Imperiums

In der Kölner Südstadt zeigt sich Poldi geschäftstüchtig. An der Bonner Straße, einen Steinwurf vom Chlodwigplatz, eröffnete er gemeinsam mit Geschäftspartner Metin Dag die erste Filiale von „Mangal Döner“. Was anfangs von vielen als PR-Gag wahrgenommen wurde, ist mittlerweile ein erfolgreiches Franchise und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Vor dem ersten Laden in der Südstadt ist noch regelmäßig eine lange Schlange zu sehen, abre das Anstehen lohnt sich. Mehr als 30 Filialen gibt’s mittlerweile im gesamten Rheinland und darüber hinaus.

Mangal Döner, Bonner Straße 1, 50677 Köln

Aufnahme einer Filiale der Mangal-Dönerkette in Köln-Ehrenfeld am Abend.
Seit Kurzem auch in Ehrenfeld: Mangal | Foto: Gerd Harder / shutterstock

3. Rheinauhafen – Kranhäuser, Büros und das Penthouse

Wer vom Dom südwärts am Rhein entlangspaziert, landet im Rheinauhafen. Hier hat Podolski gleich zwei Fäden zusammengeführt: In einem der drei unübersehbaren Kranhäuser, die seit bald 20 Jahren das Rheinufer prägen, soll er ein Penthouse mit rund 400 Quadratmetern und Blick auf Dom und Rhein besitzen. Ein paar Hundert Meter weiter, am Anna-Schneider-Steig 7, sitzt die MD-LP Gastronomie GmbH, die Firma hinter Mangal. Die Reklame im Schaufenster mag auf den ersten Blick aussehen, als würde auch hier Döner verkauft werden. Aber das Büro ist tatsächlich das: einfach ein Büro. Für echte Fans aber trotzdem ein guter Abstecher, um ein Foto davon zu machen.

Drei Freunde sitzen an den Poller Wiesen und gucken auf den Rheinauhafen
Foto: Marie Tysiak

4. Bona’me – türkisch-kurdische Küche direkt am Wasser

Okay, hier haben wir ein bisschen geschummelt. Denn mit dem türkischen Restaurant Bona’me hat Poldi nicht direkt etwas zu tun. Aber immerhin hat er einige Jahre in Istanbul und Antalya gekickt. Wer also nach dem Hafenspaziergang Hunger bekommt, findet am Anna-Schneider-Steig 22 beste kurdisch-türkische Küche mit Meze, Pide, Pfannengerichten und hausgemachten Limonaden. Und das alles in urbaner Atmosphäre mit Blick aufs Wasser. Und wer weiß: Vielleicht macht Prinz Poldi ja doch einen kleinen Abstecher, das Büro liegt schließlich direkt ums Eck.

Bona’me, Anna-Schneider-Steig 22, 50678 Köln

5. Ice Cream United, Belgisches Viertel – Eis im Effzeh-Look

Jetzt geht’s einmal quer durch die Stadt Richtung Westen, ins Belgische Viertel. Dort wartet die süßere Seite des Poldi-Kosmos. Ice Cream United an der Brüsseler Straße war seine erste Eisadresse in Köln, erkennbar am bunten Design und den Bechern in Rot-Weiß. 2018 kam eine zweite Filiale am Heumarkt dazu. Die ist vielleicht touristisch besser gelegen, aber der Laden an der Brüsseler Straße hat das Original-Flair.

Ice Cream United, Brüsseler Straße 71 und am Heumarkt

Frau hält eine Waffel mit zwei Kugeln Eis in die Kamera
Foto: Marie Tysiak

6. Straßenkicker, Mülheim – Streetwear mit Kölsch-Haltung

Nahe dem Alter Markt hat Podolski 2015 einen eigenen Store seines Labels „Straßenkicker“. Das steht für Streetwear mit Fußball- und Köln-Bezug. Bei der Eröffnung 2015 gab’s, wenig verwunderlich, Fanschlange und Medienauflauf. Das Konzept war erfolgreich, und mittlerweile ist der Laden nicht mehr in der Altstadt, sondern im Quartier Carlswerk in Mülheim, auf der anderen Rheinseite. Hier ist aus „Straßenkicker“ allerdings mehr als ein Shop geworden, denn Poldi hat gleich eine ganze Sportarena aus dem Boden gestampft. Mehrere Indoor-Fußballfelder und eine Gaming-Lounge wollen hier bespielt und bekickt werden.

Strassenkicker Base, Schanzenstraße 6–20, Gebäude 1.21