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Ein Mann in roter Badehose springt mit ausgebreiteten von einem kleinen Steg in einen See.
Foto: sk elena / shutterstock

Frisch gehüpft: Die 8 schönsten Freibäder und Badeseen in NRW

Es ist heiß! Auch im Westen Deutschlands. Damit uns allen das Köpfchen nicht zu sehr qualmt, empfiehlt sich ein zeitnaher Sprung ins abkühlende Nass. Damit du nicht daneben hüpfst, haben wir einige der schönsten (und vielleicht erfrischendsten) Freibäder und Badeseen in NRW herausgesucht.

Baden im Freizeitpark Kräwinklerbrücke

Wo viel Berg, da viel Tal. Kein Wunder also, dass im Bergischen Land auch reichlich Täler vorhanden sind, und nicht wenige davon mit einer Talsperre ausgestattet sind. Was bringt das mit sich? Richtig, Stauseen. Und die sind, wenn nicht gerade als Trinkwasser gedacht, der ideale Anlaufpunkt für alle Hitzegeplagten. Ein Prachtexemplar ist die Wuppertalsperre in Remscheid. Ins Wasser geht’s an der Badestelle Kräwinklerbrücke, an der außerdem Möglichkeiten zum Kanufahren, Angeln, Segeln und Tauchen gegeben sind.

Historischer Fun Fact: Den Namen erhielt die Badestelle von einer Steinbrücke, die heute durch die Flutung des Tals unter Wasser liegt.

👉 Hier geht’s zur Website des Freizeitparks Kräwinklerbrücke.

Baden im Rursee

Der absolute Star in der Eifel ist der Rursee, der nicht nur ein Postkartenmotiv sondergleichen ist, nein, in ihm darf auch geschwommen werden. Wirklich wahr! Klar, der Weg dahin ist für manche nicht gerade kurz, aber es lohnt sich. Denn mitten im Nationalpark Eifel ist nicht nur grundsätzlich die Temperatur ein paar Grad kühler als im Rest des Westens. Zusätzlich winkt die fantastische Umgebung, in der der See liegt. Grüne Wälder, sanft geschwungene Hügelkuppen, der blaue Himmel der Eifel. Einfach toll. Ach, und mit dem SUP-Board oder auf dem Kanu lässt sich der See auch erkunden. Wir packen schon mal die Badehose ein.

Ein großer See, in den mehrere Landzungen hineinragen, aus der Luft abgebildet. Das Land rings um den See ist von dichtem Wald bewachsen und hügelig, auf dem See und in den Tälern liegt noch etwas Nebel. Der Himmel darüber ist strahlend blau, die Sonne spiegelt sich in der Wasseroberfläche.
Foto: engel.ac / shutterstock

Baden im Lippesee bei Paderborn-Sande

Wer NRW nur mit Köln und dem Ruhrgebiet verbindet, vergisst manchmal, wie weit sich das Bundesland noch in den Norden erstreckt. Da nämlich, im Teutoburger Wald in Paderborn, fast schon in Niedersachsen, liegt mit dem Lippesee ein weiteres wässriges Juwel. Auch wenn der Baggersee aus fast allen Perspektiven verlockend kühl aussieht, ist das Baden tatsächlich nur an der Badestelle „Salitos Beach“ erlaubt. Der Sandstrand sieht, beim richtigen Wetter, fast schon karibisch aus und an der Strandbar finden Durstige die entsprechenden Getränke. Im Wasser selbst darf nicht nur geschwommen werden, auch mit dem SUP-Board, beim Surfen, Segeln oder Tretbootfahren geht’s auf den See.

👉 Hier geht’s zur Website der Strandbar „Salitos Beach“.

Baden in der Xantener Nord- und Südsee mit Naturbad

Wasserspaß im Doppel, da ist auf das Städtchen Xanten Verlass! Denn wer hier nach einem See sucht, bekommt gleich zwei, den Nordsee und den Südsee. Am Südsee wartet ein Strandbad mit unmittelbarem Wasserzugang zum Schwimmen und Planschen. Am Nordsee wiederum besteht die Möglichkeit, sich sportlich auf dem Wasser zu betätigen; ob beim Wasserskifahren, auf dem Tretboot oder beim Surfen, Tauchen und SUP. So oder so, der frische Seewind sorgt für die nötige Abkühlung und der Sprung ins kalte Nass tut sein Übriges. Wer dann noch Energie übrig hat, sollte den Römerpark besuchen, Empfehlung der Redaktion.

Über einige Strandschirme aus Stroh hinweg geht der Blick über den Xantener Südsee zum Xantener Dom
Foto: cc-images / shutterstock

Baden im Werksschwimmbad auf der Kokerei Zollverein

Das gibt’s sonst wirklich nirgendwo: In der Kokerei der Zeche Zollverein in Essen öffnet jeden Sommer das Werksschwimmbad. In dem zwölf mal fünf Meter großen Freibad auf einer Plattform mitten in dem Unesco-Welterbe ziehen Wasserfreunde ihre Bahnen zwischen Beton, Ziegeln und pittoresk verrosteten Rohren. Industriegeschichte wird in NRW eben großgeschrieben. Der Eintritt ist frei, für Nichtschwimmer jedoch aufgrund der durchgehenden Beckentiefe von 2,40 Metern verboten.

👉 Mehr Informationen gibt’s auf der Website der Zeche Zollverein.

Drohnensicht auf das Werksschwimmbad in Zollverein in Essen, ein Freibad das in zwei Frachtcontainer eingebaut wurde.
Foto: Lukas Wiegand / Ruhr Tourismus GmbH

Baden auf der Sechs-Seen-Platte

Was ist besser als ein See? Richtig, sechs. Die finden sich bei Duisburg in Form der Sechs-Seen-Platte. Das Naherholungsgebiet im Süden der Stadt besteht aus den namensgebenden sechs Baggerseen, die teilweise auch miteinander verbunden sind. Das Baden und Schwimmen ist allerdings nur im Freibad am Wolfssee gestattet, der mit seinem 450 Meter langen Sandstrand und gut 30.000 Quadratmetern Liegefläche mehr als genug Platz dazu bietet. In Ufernähe finden Familien außerdem ein großes Kinderbecken, und wer Segeln, Angeln, Tauchen oder Surfen will, hat dazu auf und an den anderen Seen Gelegenheit.

👉 Hier geht’s zur Website des Freibads Wolfssee.

Ein langer Sandstrand an einem Waldsee, an dem mehrere Menschen sich sonnen.
Foto: Daniel Fischer

Baden im Silbersee II in Haltern am See

Wie viele Seen in NRW ist auch der Silbersee II bei Haltern am See durch das industrielle Treiben im Westen entstanden. Genauer gesagt durch den Abbau von Quarzsand. Noch bis ins 21. Jahrhundert wurde hier Sand abgebaut, 2005 aber wurde der See zum Badesee erklärt. Heute lockt ein 900 Meter langer Sandstrand, hier ist das Baden im gekennzeichneten Bereich erlaubt, wenn der DLRG die entsprechende Flagge hisst. Wer sich auf dem Wasser sportlich betätigen will, ist an der Surfstation silberrichtig. Und vielleicht, ganz vielleicht, liegt am Grunde des Silbersees ja auch ein Schatz. Wer weiß …?

Baden im Hennesee

Ab ins Sauerland! Ja, entgegen allgemeinen Spotts scheint auch dort hin und wieder mal die Sonne. Und ähnlich wie im Bergischen ist auch im Sauerland der nächste Stausee nie weit. So etwa der Hennesee bei Meschede. Gleich drei Badestellen gewähren Zugang zum kühlen Nass, umgeben von den grünen Hügeln der Region. Da kommt Entspannung auf. Wer es wilder mag, verausgabt sich auf einem geliehen SUP oder Kajak. Alternativ will an Land ein Beachvolleyballfeld bespielt werden. Bei akutem Schweißausbruch vom Auspowern einfach wieder zurück ins Wasser. Das Leben kann so einfach sein.

Über ein Gebüsch geht der Blick auf einen weiten See im gelben Licht der Sommersonne. Auf der gegenüberliegenden Seite liegen mehrere mit Wald bewachsene Hügel
Foto: Elly Miller / shutterstock

Häufige Fragen zu Badeseen in NRW

Welche Badeseen in NRW sind besonders beliebt?

Zu den bekannten Badeseen zählen etwa der Rursee, der Unterbacher See, die Xantener Nord- und Südsee sowie der Otto-Maigler-See. Je nach Region gibt es außerdem viele Talsperren und Naturbadestellen.

Ist Baden in Gewässern in NRW grundsätzlich erlaubt?

Nein, grundsätzlich ist Baden in freien Gewässern nicht automatisch erlaubt. Es gilt immer, ob die Stelle offiziell zum Baden freigegeben ist und ob eine Badeaufsicht oder klare Beschilderung vorhanden ist.

Wo darf man in NRW sicher baden?

Sicher baden kann man vor allem an ausgewiesenen Badeseen, Naturbadestellen und offiziellen Strandbädern. Beispiele sind freigegebene Bereiche am Rursee, der Bevertalsperre oder am Kronenburger See.

Woran erkenne ich, ob ein See in NRW zum Baden freigegeben ist?

Wichtige Hinweise sind Schilder vor Ort, ausgewiesene Badestellen, Badeaufsicht und offizielle Infos der Betreiber oder Kommunen. Wer unsicher ist, sollte nur in ausdrücklich freigegebenen Bereichen ins Wasser gehen.