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Frau und Mann radeln über Brücke im Sauerland
Tourismus NRW e.V.

Die schönsten Radwege durch NRW

Text
Marie Tysiak

Nordrhein-Westfalen ist abwechslungsreich: Von modernen Metropolen über einstige Industriestädte zu historischen Fachwerkdörfern. Und dazwischen wartet die idyllische Natur dichter Wälder, weiter Landschaften und bezaubernder Seen. Hier und da thront ein imposantes Schloss auf einem der Hügel. Verbunden werden die vielen Highlights mit wunderschönen Fahrradwegen, die quer durch das das Bundesland führen. Bei der Qual der Wahl ist für jeden die richtige Tour dabei. Wir zeigen Euch die schönsten Radwege durch NRW!

Hinauf und hinab (Bergisches Land)

Im Bergischen Land wird es feucht-fröhlich, denn hier erwartet sportliche Radler nicht nur glücklich machende Ausblicke, sondern auch ein Dutzend Talsperren und Seen. Auf dem Radweg »Wasserquintett« erlebt man gleich fünf dieser Talsperren an einem Tag.

Kleine Dörfchen mit schrägen Fachwerkhäusern verstecken sich in der hügeligen Landschaft. Auf den satten Wiesen grasen Kühe und hier und da knattert ein Traktor übers Feld. Im Bergischen Land trifft Naturschönheit auf Tradition, Gemütlichkeit und Industrieflair. Bei dem Radweg Wasserquintett radelt es sich von Marienheide aus in einer Rundtour auf alten Trassen durch das grüne Bergische Land.

Fachwerkhaus im Bergischen Land während Radweg durch NRW
Achim Halfmann

Die wahren Hingucker auf diesem Radweg in NRW sind die Talsperren, die verwinkelt und tiefblau zwischen den Hügeln aufblitzen – hier findet man die größte Talsperrendichte Europas. Gleich fünf Talsperren werden auf dem Radweg angefahren und laden im Sommer zum Baden ein (nur die Neyetalsperre und die Wuppertalsperre sind reine Trinkwassertalsperren, hier darf nicht gebadet werden). 

Die Route ist mit seinen 70 Kilometern gut an einem Tag machbar, aber mit seinen fast 800 Höhenmetern bergauf eine kleine sportliche Herausforderung. Doch die wunderschöne Route entbehrt für alle Mühen! Der Startpunkt der Tour in Marienheide ist unkompliziert mit der Bahn erreichbar. Natürlich kann man aber auch an jedem anderen Punkt auf die Route einsteigen  

Die abwechslungsreiche Landschaft darf hingegen nicht nur angeschmachtet werden, sondern auch aktiv erkundet. Wie könnte dies besser gehen als mit dem Rad? Ein besonders schöner Radweg in NRW ist die »Wasserquintett“-Route, die gleich fünf Talsperren miteinander verbindet.


TIPP: Sich bei einer Rast eine Bergische Kaffeetafel gönnen, z.B. im Hofcafé Kaffeekännchen in Marienheide.

ROUTE: Radroute „Wasserquintett“, Rundtour mit 80 Kilometern. Guter Startpunkt in Marienheide mit Bahnhof und direkter Zugverbindung zum Beispiel nach Köln. Verschiedene Abstecher und Abkürzungen möglich. 

BESCHILDERUNG: Ein grünes Schild mit fünf blauen Punkten für die Talsperren und einem blauen Strich zeigt die Radroute „Wasserquintett“ an. 


Nostalgisch unterwegs (Bergischen Drei)

Industriekultur und Naturschönheit – nirgendwo ergänzen sie sich so schön wie bei den Bergischen Drei. Auch wenn Wuppertal, Solingen und Remscheid nicht unterschiedlicher sein könnten, eint sie die besondere Geschichte dieser Region, denn hier begann die Industrialisierung Europas.

Meterhohe Viadukte überbücken tiefe Täler, Tunnel queren Berge und zahlreiche Brücken werfen sich in Pose. Unverhoffte Begegnungen wie die Müngstener Brücke, Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke, oder historische Bauten, wie der Mirker Bahnhof, säumen den Weg und laden auf diesem Radweg in NRW zum Pausieren ein.

Im Bergischen Städtedreieck radelt man dort, wo einst die Eisenbahnen ratterten. Kaum ein Radweg ist abwechslungsreicher und birgt so viel überraschendes am Wegesrand: Von großartigen Perspektiven auf das Häusermeer von Remscheid und Solingen über den Wuppertaler Zoo und die Schwebebahn bis hin zur Industriegeschichte, die in den zahlreichen Hämmern, Schmieden und Museen erlebbar wird.

Die Touren hier sind vielfältig und können nach Belieben kombiniert werden. Besonders leicht zu fahren und mit schönen Aussichten garantiert ist die Nordbahntrasse. Die verläuft einmal komplett durch Wuppertal.

Ein Stopp an dem Bürgerkollektiv Utopiastadt im ehemaligen Bahnhofsgebäude Mirke darf hier nicht fehlen! In Vohwinkel lässt sie die Tour anschließen an die Korkenziehertrasse nach Solingen anschließen. Hier könnt ihr dann auf die Balkantrasse wechseln und durch das idyllische Tal der Wupper zur imposanten Höhenburg nach Solingen-Burg fahren! 


TIPP: Die Seilbahnfahrt hinauf zu Schloss Burg (Fahrrad darf mitgenommen werden) ist eine Zeitreise ins Mittelalter katapultiert plus grandiosen Aussicht über das Bergische Land.

ROUTE: Von wenigen Kilometern bis zu ausgedehnten Tagesrouten sind alle Längen individueller Touren möglich. Dank der ausgebauten Trassen bleibt es – trotz den vielen Hügeln des Bergischen Landes – meistens flach. Inspirationen zur Routenplanung gibt es auf der Website des offiziellen Tourismusportals des Bergischen Landes.

BESCHILDERUNG: Die verschiedenen Trassen sind verschieden gut ausgeschildert. Am besten baut man sich seine individuelle Route auf Onlinekartendiensten wie Komoot oder Outdooractive nach, so dass man immer genau weiß, wo man lang muss! 

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