So lieb wir den Nachwuchs auch haben, so anspruchsvoll ist er manchmal. Und will vor allem den lieben langen Tag unterhalten werden. Insbesondere, wenn in Bayern die Ferien anstehen, können geplagte Eltern gar nicht genug für Kinder geeignete Ausflugsziele parat haben. Daher hier eine hilfreiche Handreichung mit unseren liebsten Ferienaktivitäten in Bayern.
Zeitreise mit Übernachtung
Vermutlich hat jedes Kind in Bayern sie schon einmal gesehen: die mächtige Kaiserburg in Nürnberg. Stolz thront sie über der Stadt und sieht aus, als würde sie seit Jahrhunderten kein Wässerchen trüben können. Und das Beste: Auf der Burg können große und kleine Mittelalterfans sogar übernachten. Denn in der Burg ist die Jugendherberge Nürnberg untergebracht. Damit ist der Komfort beim Aufenthalt natürlich auf einem modernen Stand und niemand muss sich nachts den Weg zur Latrine, Pardon, zur Toilette mit der Kerze erleuchten.

Und nicht nur in Nürnberg lockt die Nacht in historischen Gemäuern. Überall in Bayern sind Jugendherbergen in alten Burgen untergebracht, ob in Passau, auf Burg Saldenburg, Burg Trausnitz oder Burg Schwaneck. Oft liegen die trutzigen Kästen auch noch mitten in der grünen Natur, mit bestem Ausblick auf eine Stadt oder ein Flusstal. So nah geht es sonst fast nirgends ans Mittelalter.
Besuch bei Burggespenst und Drache in Coburg
Wir bleiben bei Burgen, und nirgendwo in Bayern gibt es eine mächtigere als die Veste Coburg. Ursprünglich tatsächlich mal als Burg gebaut, wurde die im Laufe der Jahrhunderte stetig weiter verstärkt und ist in ihrer aktiven Zeit niemals eingenommen worden. Damit auch kleine Besucher heute durch die Veste und das in ihr untergebrachte Museum finden, stehen ein griesgrämiger Drache und ein kluger Greif per Audioguide extra für Kinder bereit. Gemeinsam mit diesen Gefährten entdecken die kleinen Forscher die Geheimnisse hinter den Exponaten, von Gemälden über Rüstungen bis zu barocken Schlitten. Auf der Familienführung geht es sogar in den Geheimgang!

Wer noch mehr Burgen in Bayern besuchen möchte, sollte vor Ort unbedingt das Burgmuseen-Mitmach-Heft des Netzwerks Burg.Museen.Bayern einpacken. Das ist in allen teilnehmenden Häusern, auch auf der Veste Coburg, kostenfrei erhältlich. Protagonist ist das Gespenst Hugibald Flatterhemd, das die kleinen Leser mit viel Spaß und Möglichkeiten zum Ausprobieren in die spannende Vergangenheit des Freistaats entführt.
👉 Hier geht’s zur Website des Museums auf der Veste Coburg.
Abenteuer in Memmingen
Puh, Ausflug in die Stadt. Das kann für Kinder manchmal ganz schön langweilig, oder aber auch ziemlich überfordernd sein. Nicht so in Memmingen! Denn in der alten Reichsstadt können kleine Besucher auf große Abenteuerrallye durch die Stadt gehen. Den dafür nötigen Flyer gibt’s in der Touristeninformation, und dann geht’s auch schon los. Rätsel wollen gelöst, Gassen erkundet und Eigenheiten der Stadt entdeckt werden. Was hat es zum Beispiel mit Einhörnern und Kanonenkugeln auf sich? So wird der Stadtausflug zum unvergesslichen Erlebnis.
👉 Alle Infos zur Rallye gibt’s auf der Tourismuswebsite der Stadt Memmingen.

Bergpanorama in Berchtesgaden
Gibt es in den Ferien was schöneres, als mit den Kindern aus der Stadt raus zu fahren und in die grüne Natur einzutauchen? Eben. Mit schneebedeckten Gipfeln vor blühenden Almwiesen ist Berchtesgaden dafür geschaffen wie kaum ein zweiter Ort. Zudem sind im Nationalpark gleich mehrere Themenwanderungen ausgewiesen, die unter anderem lehrreich und unterhaltsam an der hiesigen Tier- und Pflanzenwelt vorbeiführen. Was gibt es Spannenderes als Tiere? Eben.

Und keine Sorge, auch für Familien mit ganz kleinen Kindern sind manche der Routen machbar. Am Maximiliansreitweg, dem Königsseer Fußweg, dem Soleleitungsweg und rund um den Hintersee sind nämlich eigens kinderwagenfreundliche Spaziergänge gekennzeichnet. So steht der Erholung in der Natur nichts mehr im Wege. Und sollte der Sinn dann noch nach etwas Aufregung stehen, ist der Weg zur Sommerrodelbahn Hochlenzer auch nicht weit. Und Abfahrt.
👉 Hier geht’s zur Website des Nationalparks Berchtesgaden.
Rasant auf Rädern im Familienbikepark am Großen Arber
Fahrradfahren macht glücklich. Vor allem dann, wenn es auf zwei Rädern über Stock und Stein statt über Asphalt und Kopfsteinpflaster geht. Für alle angehenden Radler ist daher der Familienbikepark am Großen Arber eine erstklassige Anlauf-, Verzeihung, Anfahrstelle. Denn nicht nur wollen hier mehrere Strecken sowohl für geübte als auch für neue Fahrer, groß wie klein, erobert werden. Das Angebot des Parks umfasst darüber hinaus auch Kurse für verschiedene Erfahrungs- und Altersstufen, eingeteilt in Kinder von sechs bis sieben Jahren, Kinder von acht bis elf Jahren, Jugendliche von 12 bis 15 Jahren sowie Erwachsene ab 16 Jahre. So kann die Bike-Schule allen Anforderungen gerecht werden.

Und auch für das passende Equipment ist gesorgt, falls dies nicht selbst mitgebracht werden kann. Mit professioneller Unterstützung wird das richtige Velo für jeden Fahrer herausgesucht und angepasst, damit auf der Strecke auch garantiert nichts schief geht. Und wer sich vom ganzen Gestrampel anschließend erholen will, macht einfach einen Ausflug an den Großen Arbersee. Wobei, auf dem Tretboot könnte sich der Muskelkater dann doch bemerkbar machen.
👉 Hier geht’s zur Website des Bikeparks. ACHTUNG: Der Saisonstart steht noch nicht fest. Letztes Jahr lag der im Mai.








