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Familie steht vor Scheibe eines Sumatra-Tigers im Tierpark Berlin
Tierpark Berlin

Tierische Begegnungen

Text
Simone Sever

Pinguine, Eisbärenbabys, Löwenkinder, Affenhorden … Tierparks in Deutschland sind und bleiben ein beliebtes Ausflugsziel. funkyGERMANY hat die tierischen Stars besucht.

Berlin

Der älteste Zoo Deutschlands ist der Zoo Berlin. Internationale Bekanntheit erlangte das tierische Areal 2006 mit der Geburt des Eisbärbabys Knut, das zur großen Attraktion wurde. Aktuell führt das im Februar geborene Gorilla-Mädchen Tilla das Niedlichkeitsranking an. Als erster Gorilla-Nachwuchs seit 16 Jahren, genießt die kleine Dame derzeit ausgiebige Kuscheleinheiten mit ihrer Mama Bibi, bevor sie sich sicherlich bald der Öffentlichkeit präsentiert. Auf keinen Fall die einzigen Großen Pandas verpassen, die in Deutschland leben. Die sind einfach auch zu niedlich. 

In der Nähe des Alexanderplatzes befindet sich der Tierpark Berlin. Er ist der größte Tierpark Europas und erstreckt sich auf 160 Hektar. 10.994 Tiere aus 667 Arten haben hier ein Zuhause gefunden. Besondere Anerkennung erhält der Tierpark für die Zucht von Afrikanischen Elefanten. Neu seit 2020: Ein Regenwaldhaus mit Tigern, Krokodilen & Co. Aber nur für die, die sich trauen.

Hamburg

Kein Hamburger, der nicht zumindest einmal in seinem Leben durch Hagenbecks Tierpark spaziert ist. Vorbei an den Pinguinen und Eisbären, an den Braunbären, den Pavianen und dem Tropen-Aquarium, das zur Expedition durch exotische Lebensräume einlädt.

Unbedingt auch der Grande Dame des Tierparks, Orang-Utan-Dame Bella, einen Besuch abstatten. Mit ihren 60 Jahren ist sie laut den Zoobetreibern der älteste Sumatra-Orang-Utan der Welt und bekommt deshalb sogar einen Platz im neuesten Guinnessbuch der Weltrekorde, das im September 2021 erscheint. Ebenso eindrucksvoll sind ihre Qualitäten als Adoptivmutter: Derzeit kümmert sie sich rührend um das Orang-Utan-Baby Berani, das am 13. September 2020 im Tierpark geboren wurde. 

Karlsruhe

Es gibt Nachwuchs bei den Erdmännchen. Grund genug, den Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe zu besuchen. Mitten in der Stadt präsentiert sich die grüne Oase als Kombination aus Tiergarten und Parkanlage. Kleine bis große Fellnasen aus aller Welt sind hier ebenso zu finden wie historische Bäume, Themengärten und Wasserflächen. 

Köln

Im Zoologischen Garten Köln leben 10.000 Tiere in großzügigen Außen- und Innenanlagen. Darunter befindet sich auch einer der größten Elefantenparks Europas, der seit 150 Jahren existiert und in dem aktuell 13 asiatische Elefanten in einem natürlichen Familienverband leben. Wer Flusspferden und Nilkrokodilen Hallo sagen möchte, der taucht im Hippodom in die beeindruckende Natur des afrikanischen Kontinents ein.

Elefantenhaus im Kölner Zoo
Jennifer Latuperisa-Andresen

Leipzig

Einer der artenreichsten Zoos Europas ist der Leipziger Zoo. Sein innovatives Konzept bringt artgerechte Tierhaltung und besonderes Besuchererlebnis gekonnt zusammen. Gutes Beispiel ist die weltweit einzigartige Menschenaffenanlage Pongoland, in der Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans friedlich zusammenleben. Besucher entdecken diese Tierwelt auf einem Holzsteg, der über einen angelegten Fluss durch das Gehege führt.

Lust auf einen Ausflug in die Tropen? Im Gondwanaland wartet ein überdachter tropischer Regenwald auf einer Fläche von zwei Fußballfeldern.

München

Als erster Geozoo der Welt, sind seit 1928 im Münchner Tierpark Hellabrunn die Tiere ihren Kontinenten nach geordnet. So gelangen Besucher auf einem Spaziergang spielend leicht von Afrika nach Asien oder von Amerika nach Australien und beobachten über 750 Tierarten, die sich in natürlichen Lebensgemeinschaften und großangelegten Arealen bewegen. Seit Anfang März zeigt sich das Elefantenbullenbaby Otto gemeinsam mit seiner Mama Temi bei guten Wetterbedingungen auf der Außenanlage des Elefantenhauses – hoher Cuteness-Faktor garantiert. 

Nürnberg

Die Gründung des Tiergartens Nürnberg ging auf Stadtbürger zurück, die sich Hagenbecks Tierpark in Hamburg zum Vorbild nahmen. Sie wollten um 1912 einen eigenen Tiergarten im Nürnberger Stadtparkteil Luitpoldhain eröffnen. Heute steht der Zoo im Lorenzer Reichswald am Schmausenbuck und beherbergt rund 300 Tierarten. Mit 67 Hektar ist er einer der größten Landschaftszoos mit vielen alten Bäumen und zahlreichen Sandsteinfelsen.

Weißkopfsaki in einem der schönsten Tierparks in Deutschland, dem Tiergarten Nürnberg
Michaela Jonasova/ Shutterstock.com

Einen besonderen Wert legen die Betreiber auf den Artenschutz. So nimmt der Tiergarten mit mehr als 30 Tierarten am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) teil und beteiligt sich an Auswilderungsprogrammen. Und bitte auf keinen Fall die Otter im Aquapark links liegen lassen.

Osnabrück

Auf tierische Weltreise im Zoo Osnabrück gehen, ist gar kein Problem. Insgesamt entführen zwölf Themenareale die Besucher in fremde Welten. Mapungubwe zum Beispiel ist eine afrikanische Landschaft mit Breitmaulnashörnern, Zebras und Pinselohrschweinen. In Samburu trifft man Giraffen auf Augenhöhe. In Takamanda freuen sich Esel und Ziegen auf Streicheleinheiten. Und im Tigertempel von Angkor Wat erlebt der Besucher den Sumatra-Tiger hautnah.

Stuttgart

Der zoologisch-botanische Garten Wilhelma in Stuttgart zählt zu den meistbesuchten zoologischen Gärten in Deutschland. Ursprünglich als private Schlossanlage von König Wilhelm I. angelegt, ist das Gelände seit 1880 öffentlich zugänglich und seit 1950 finden hier auch Tiere eine neue Heimat. Neben 11.000 Tieren aus 1.200 Arten, für deren Schutz sich die Betreiber stark einsetzen, lockt die rund 30 Hektar große Parkanlage mit rund 8.500 Pflanzenarten und -sorten.

Besonderes Highlight: die üppige Magnolienblüte Ende März. Stolz sind die Betreiber aber auch auf ihr Raubkatzenhaus. Hier leben Asiatische Löwen, Sumatra-Tiger, Jaguar und Nordpersischer Leopard. Im Februar sind die Wilhelma und ihr Förderverein mit einem Gepardenzuchtprogramm gestartet. 

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