Im Fichtelgebirge kannst du deinen Mountainbike-Kurztrip individuell zusammenstellen: Zur Auswahl stehen 450 Kilometer Radstrecke mit Waldwegen, sportlichen Anstiegen und Touren, die bis an den See führen. Das reicht locker für ein paar ausgedehnte Tage auf dem Bike.
Das Fichtelgebirge liegt im Nordosten Bayerns und reicht bis an die tschechische Grenze. Zum rund 450 Kilometer langen Streckennetz gehören unter anderem zehn Rundtouren zwischen etwa zehn und 57 Kilometern sowie der 171 Kilometer lange Horseshoetrail. Seinen Namen verdankt der Trail der hufeisenförmigen Granitlandschaft des Fichtelgebirges. Über die Web-App „The Horseshoe“ lassen sich die Strecken je nach Kondition und verfügbarer Zeit planen.
Rauf auf die Große Kösseine
Losgehen könnte der Mountainbike-Trip rund um Bad Alexandersbad. Auf den Strecken begegnen einem immer wieder die für das Fichtelgebirge typischen Granitformationen. Die Wege führen durch viel Wald und über die Höhenzüge der Region. Unterwegs lässt sich die 939 Meter hohe Große Kösseine ansteuern. Von dort reicht der Blick weit über die Mittelgebirgslandschaft.

Nach der Tour kann das Rad in Bad Alexandersbad erst einmal Pause machen. Kurpark, fränkische Küche oder Schwimmen und Sauna im Alexbad sorgen für das passende Kontrastprogramm vor der Rückkehr in die Unterkunft. Einige Gastgeber entlang der Strecken sind auf Mountainbiker eingestellt und verfügen über sichere Bike-Garagen, Waschmöglichkeiten fürs Rad und Werkzeug für kleinere Reparaturen.
Steinwald mit Stadtanschluss
Im Steinwald wird es felsiger. Zwischen den Bäumen tauchen immer wieder mächtige Granitformationen auf, darunter Felstürme und Felsburgen, für die der Naturpark bekannt ist. Auf der 946 Meter hohen Platte, dem höchsten Punkt des Steinwalds, steht der Oberpfalzturm. Der lässt sich übrigens auch mit dem Mountainbike erreichen. Wer dort noch 150 Stufen drauflegt, kann die Aussicht über den Wald genießen.

Marktredwitz bringt schließlich etwas Stadtleben in den Kurztrip. Mit rund 17.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt im Landkreis Wunsiedel. Die Altstadt lässt sich nach der Tour gut zu Fuß erkunden. Dazu kommen regionale Gastronomie und Biergärten für eine längere Pause.
Abkühlung am Weißenstädter See
Der rund 50 Hektar große Weißenstädter See liegt nahe dem Fuß des Großen Waldsteins und lässt sich gut in eine Mountainbike-Tour einbauen. Nach den Kilometern im Sattel kommt eine Pause am Ufer gerade recht, im Sommer auch mit Sprung ins Wasser.

Für eine Einkehr kommt das Fichtelrad in Ruppertsgrün infrage, rund 1,5 Kilometer vom See entfernt. Das kleine Radlercafé hat einen Biergarten, selbst gebackenen Kuchen und eine Ladestation für E-Bikes.
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Häufige Fragen zum Mountainbiken im Fichtelgebirge
Gibt es die Mountainbike-Touren auch als Karte?
Für das Streckennetz gibt es Kartenmaterial mit Einzeltouren und einer Gesamtübersicht. Darin finden sich neben den Streckenbeschreibungen auch Einkehr- und Ausflugstipps.
Kann ich im Fichtelgebirge ein E-Mountainbike ausleihen?
In der Region gibt es Verleihstationen und Anbieter für E-Bikes und E-Mountainbikes. Teilweise ist auch ein Bring- und Holservice zur Unterkunft möglich.
Wo kann ich in den Horseshoetrail einsteigen?
Einstiegspunkte gibt es unter anderem in Bad Berneck, Neusorg, an der Luisenburg, in Marktredwitz und am Weißenstädter See. Dadurch muss die Runde nicht an einem bestimmten Ort begonnen werden.
Ist der Horseshoetrail für Anfänger geeignet?
Im offiziellen Tourenportal des Fichtelgebirges wird der Horseshoetrail als mittelschwer eingestuft. Mit rund 171 Kilometern und mehr als 3.500 Höhenmetern verlangt die komplette Runde dennoch entsprechende Kondition. Wer kürzer einsteigen möchte, kann eine der Rundtouren wählen.




