Es ist so weit, Deutschlands schönster Wanderweg 2026 in der Kategorie Mehrtagestouren steht fest. Das Wandermagazin hat den Druidensteig im Westerwald ausgezeichnet. Was den Fernwanderweg ausmacht und woher er seinen Namen hat, erfährst du hier.
Mehr als 30.000 Menschen haben abgestimmt, ein knappes Viertel davon für den Gewinner. Mit 8.581 Stimmen konnte sich der Druidensteig unter den neun Mitnominierten für die Auszeichnung „Deutschlands schönster Wanderweg 2026“ in der Kategorie „Mehrtagestouren“ durchsetzen. Die renommierte Auszeichnung wird jährlich von der Zeitschrift „Wandermagazin“ vergeben. Der Titel gilt als wichtigster Publikumspreis für Wanderwege im deutschsprachigen Raum.
Wo schon die alten Kelten wanderten?
Mit seinen insgesamt 94 Kilometern Strecke führt der Fernwanderweg auf sieben Etappen von Freusburg bis nach Hachenburg, vom Süden des Siegerlands bis zum Norden des Westerwalds. Gleich auf der ersten Etappe von Freusburg nach Kirchen (Sieg) liegt der wohl imposanteste Anblick des Wanderwegs: der mächtige Druidenstein. Der unübersehbare Basaltkegel oberhalb von Kirchen schiebt sich in 20 Meter Höhe aus dem umliegenden Wald empor, gekrönt von einem Kreuz. Ob, wie der Name es vermitteln möchte, hier tatsächlich keltische Druiden Rituale abgehalten haben, lässt sich heute nicht sicher belegen. Schon beim Anblick wird aber klar, warum spätere Generationen sich Sagen und Legenden über den Felsen erzählten, so markant ist er.
Nach diesem starken Auftakt macht der Druidensteig genau so weiter. Der Wanderweg führt durch dichte Wälder, an Quellen und Wasserläufen vorbei und mitten durch den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus. Wer unterwegs noch den Kopf anstrengen will, plant einen lehrreichen Abstecher im Bergbaumuseum in Herdorf-Sassenroth, im Besucherbergwerk Grube Bindweide oder im Landschaftsmuseum Westerwald ein.

Alle Fünfe
Weitere Highlights auf den sieben Etappen sind die bildhübsche Abtei Marienstatt im gleichnamigen Ort – ein perfekter Ort zur Einkehr – sowie das Schloss Friedewald. Auch Freunde atemberaubender Aussichten kommen auf ihre Kosten, etwa auf dem Ottoturm, dem Steinerother Kopf oder dem Barbaraturm.
Das Kennzeichen des Druidensteigs ist eine weiße, liegende „5“, mit einem darauf thronendem Kreuz, auf schwarzem Grund, eine gelbe Markierung wiederum kennzeichnet Zuwege von umliegenden Orten oder Bahnhöfen. Das Zeichen kommt nicht von ungefähr. Zum einen greift die liegende „5“ stilistisch den Ottoturm und den Druidenstein auf, zum anderen verweist die Zahl auf die fünf Gemeinden, die fünf Wasserläufe, die fünf Berghöhen, die fünf Kulturdenkmäler und die fünf Naturschutzgebiete, die den Druidensteig gemeinsam ausmachen.

Wer sich selbst ein Bild machen will, sollte sich den 17. Oktober vormerken. Dann nämlich steht der Globetrotter-Wandertag an. Der Outdoor-Händler lädt traditionell zum Gruppenwandern auf dem Gewinnerweg ein. Weitere Details stehen aber noch nicht fest.





