Der Frühling ist da. Oder naht zumindest mit großen Schritten. Anlass genug, das treue Zweirad aus dem Keller zu holen und fahrtauglich zu machen. Und dann ab in die Jahresplanung. Wie wäre es mit einer Tour durchs Erzgebirge? Das präsentiert sich Radlern von seiner besten Seite – wenn du ein bisschen Anstrengung nicht scheust.
Über Stock und Stein beim „Stoneman Miriquidi“
Ein Fahrrad ist ein praktisches Fortbewegungsmittel in der Stadt. Aber: Ein Fahrrad kann für den Inhaber auch ein Extremsportgerät sein. Dann nämlich, wenn es zur Bewältigung des „Stoneman Miriquidi“ genutzt wird. Hinter dem Namen verbirgt sich eine respekteinflößende Mountainbikeherausforderung, die seit mehr als 10 Jahren adrenalinaffine Powerradler aus aller Welt ins beschauliche Erzgebirge. Beziehungsweise auf dessen Gipfel, die entlang der sächsisch-tschechischen Grenze verlaufen.

Was aber wartet hier konkret? 162 Kilometer Strecke, 4.400 Höhenmeter, neun Gipfel, zwei Länder. Okay, das ist erstmal schon eine Ansage. Aber es kommt noch besser. Denn da Hobbyradler, das ist allgemein bekannt, extrem kompetitiv unterwegs sind, gibt’s natürlich auch Auszeichnungen. Wer die Challenge an einem Tag schafft, darf danach eine goldene „Stoneman“-Trophäe sein Eigen nennen. Für zwei Tage gibt’s immer noch Silber, drei Tage wiederum Bronze. Getrackt wird der Fortschritt über eine digitale Stempelkarte, die es per App aufs Handy gibt. An vorgesehenen Checkpunkten können die Fahrer „stempeln“ und ihre Zeiten so verewigen. So oder so will der „Stoneman Miriquidi“ erst einmal bezwungen werden.
👉 Hier geht’s zur Website des „Stoneman Miriquidi“. Die Saison läuft vom 25. April bis zum 1. November 2026. Vorherige Anmeldung notwendig.
Lieber Rennrad statt Mountainbike?
Weniger bergig, aber nicht weniger herausfordernd, präsentiert sich der kleine Bruder des „Stoneman Miriquidi“, der „Stoneman Miriquidi Road“. Die Strecke geht nicht über die Gipfel, sondern führt auf 290 Kilometern über feinsten Asphalt durch den Egergraben und den Erzgebirgskamm. Mal auf sächsischer, mal auf tschechischer Seite.

Aber keine Sorge, geschwitzt wird auch auf der Straße. Denn die 4.900 Höhenmeter haben es ohne jede Frage in sich. Da brennt der Oberschenkel. Auch hier gibt es Gold für einen Tag, Silber für zwei und Bronze für drei Tage. Kleiner History-Fun-Fact zum Schluss: Der Name „Miriquidi“ stammt aus dem Altsächsischen und ist eine mittelalterliche Bezeichnung für das Erzgebirge. Wieder was gelernt.
👉 Hier geht’s zur Website des „Stoneman Miriquidi Road“. Die Saison läuft vom 11. Mai bis zum 1. November 2026. Vorherige Anmeldung notwendig.
Freiluftspaß für Familien
Etwas (aber wirklich nur etwas) entspannter kommt die Route „Blockline“ daher. Die zählt immer noch 140 Kilometer und 2.750 Höhenmeter, lässt sich aber entweder in drei Loops à 50 bis 60 Kilometer oder in 15 kleinere Etappen zwischen sechs und 14 Kilometern einteilen. Damit ist die Blockline wesentlich, oder besser gesagt überhaupt familienfreundlicher und auch angehende Mountainbiker kommen hier voll auf ihre Kosten, ohne sich übermäßig zu strapazieren. Entlang der optisch atemberaubenden Strecke warten immer wieder als Fotohintergrund geeignete Holzportale, informative Wegtafeln und hölzerne Tiere, die bestaunt werden wollen. Ein perfekter Einstieg in die Welt der MTB-Trails, sowohl auf dem analogen Rad wie auch mit dem E-Mountainbike. Der Startpunkt liegt in Holzhau.
👉 Hier geht’s zur Website der „Blockline“. Geeignet für Kinder ab sechs bis acht Jahren. Die Saison geht von Ende April bis Ende Oktober. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, das angebotene Starterpaket liefert aber eine Karte, ein kleines Handbuch, Tipps zur Etappenplanung und trägt zum Erhalt der Strecke bei.






