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Mehrere Kraniche stehen in einem stillen Gewässer. Durch das Licht des frühen Morgens sieht die Szene aus wie in Violett getaucht.
Foto: MV-T / Reich

Kraniche in Mecklenburg-Vorpommern: 5 Orte, an denen sich der Vogelzug beobachten lässt

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Lisa-Kristin Erdt

Kraniche machen Mecklenburg-Vorpommern im Herbst zur ultimativen Anlaufstelle für Vogelfans. Bis Ende Oktober werden bis zu 50.000 Großvögel gleichzeitig in der Region erwartet. Also auf nach Mecklenburg-Vorpommern, um dieses Spektakel nicht zu verpassen! Schnell das Fernglas einpacken und los geht’s.

Kranorama und Insel Kirr: Wo die Kraniche am besten zu sehen sind

Der Nordosten Deutschlands ist ein Paradies für die Vogelbeobachtung. Denn hier haben Gäste an zahlreichen Orten die Möglichkeit, die beeindruckenden Vögel am Himmel zu bestaunen und das durchdringende, trompetenartige Rufen der Großvögel in freier Wildbahn zu erleben. Vor allem Rügen und die Vorpommersche Boddenlandschaft, darunter die Darß-Zingster Boddenkette, ziehen jährlich Tausende Kraniche an. Da die Vögel meist bereits besuchte Rastplätze bevorzugen, gibt es dort oft sogar eigene Beobachtungsplattformen.

Mehrere Kraniche stehen im Morgengrauen auf einer Wiese in Mecklenburg-Vorpommern. Eines der Tiere hat die Flügen von sich gestreckt.
Foto: MV-T / Hardt

Eine gute Wahl für die Vogelbeobachtung ist die barrierefreie Beobachtungsstation „Kranorama“ am Günzer See, mitten im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Bis Ende Oktober (genauer gesagt: bis zum endgültigen Abflug der Kraniche) lassen sich die vorbeifliegenden Kraniche hier täglich von 10 bis 17.30 Uhr hautnah erleben. 2025 hat außerdem das neue Erlebniszentrum „Kranichwelten“ eröffnet, mit einer großen Ausstellung zu den Tieren, vielen interaktiven Angeboten und einem gut 20.000 Quadratmeter großen Außenbereich. Hier geht es zur Website.

Südlich des Ostseebads Zingst liegt die unbewohnte Insel Kirr, die jedes Jahr von zahlreichen Kranichen als Rast- und Schlafplatz genutzt wird. Von einer Aussichtsplattform lassen sich dort ankommende Kraniche perfekt beobachten.

Müritz-Nationalpark: Die Kranich-Führung startet um 5 Uhr morgens

Auch an der idyllischen Mecklenburgischen Seenplatte begleiten Kraniche den Herbsteinzug. Im Müritz-Nationalpark finden Hunderte von ihnen Schlafplätze. Ihr abendlicher Anflug in den Nationalpark kann im Rahmen einer Kranich-Führung bestaunt werden. Bis zum 2. Oktober 2026 wird täglich ein dreistündiger geführter Rundgang über vier Kilometer angeboten. Startpunkt ist die Nationalpark-Information in Federow, morgens in der Früh um 5 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

👉 Hier geht’s zur Website des Müritz-Nationalparks.

Kranich-Schutz-Aktie am Schaalsee: Helfen und dafür eine Führung bekommen

Das Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee im Westen Mecklenburg-Vorpommerns hat sich eine besondere Maßnahme zum Schutz der Kraniche ausgedacht: Um sich aktiv am Schutz der Vögel zu beteiligen, können Gäste eine Kranich-Schutz-Aktie erwerben. Und als Dankeschön für den Kauf erhält der Investor eine exklusive Kranich-Führung am Schaalsee.

In einer weitläufigen Boddenlandschaft stehen zahllose Kraniche im Wasser. Darüber fliegen vor einem blau-rosafarbenen Morgenhimmel weitere Kraniche hinweg.
Foto: MV-T / Gross

In freier Wildbahn lassen sich die Zugvögel von der Beobachtungsplattform „Kranichkieker“ auf den renaturierten Feuchtwiesen beobachten.

Baltic Tripel: Das Rügener Bier mit dem Kranich auf dem Etikett

Die Mecklenburger und Mecklenburgerinnen meinen es ernst: Das „Baltic Tripel“-Bier der Rügener Insel-Brauerei macht seinem Ruf als „seltenes Bier“ alle Ehre. Und mit einem Kranich auf dem Etikett hat es sich den Spitznamen „Kranich-Bier“ redlich verdient. Weinartig, trocken und würzig soll es schmecken – und ist perfekt für einen genussvollen Abschluss nach einer aufregenden Kranich-Beobachtung in geselliger Runde.

👉 Hier geht es zur Website der Insel-Brauerei.

Häufige Fragen zur Kranichbeobachtung in Mecklenburg-Vorpommern

Wo lassen sich Kraniche in Mecklenburg-Vorpommern beobachten?

Wichtigster Rastplatz ist die Region Bock-Rügen-Kirr im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Dazu kommen der Müritz-Nationalpark, der Schaalsee und das Peenetal.

Wann ist die beste Zeit für die Beobachtung?

Im Frühjahr von Mitte März bis Anfang April, im Herbst von September bis Ende Oktober. Am eindrucksvollsten sind Morgengrauen und Abenddämmerung, wenn die Vögel in Keilformation einfliegen.

Welche Ausrüstung gehört ins Gepäck?

Für Fotos empfehlen sich große Objektive und lange Brennweiten. Naturschützer haben eigens Beobachtungsstände und Fotohütten errichtet, von denen aus die Vögel ungestört bleiben.

Worauf müssen Besucher im Nationalpark achten?

Nur öffentlich zugängliche Wege nutzen und an den ausgewiesenen Aussichtsplattformen bleiben. In den Schutzgebieten gelten die Informationstafeln, im Nationalpark zusätzlich die Nationalpark-Card.