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Familie steht auf einem Gipfel im Zittauer Gebirge
Philipp Herfort

Vier Familienferienideen im Zittauer Gebirge

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Susanne Jung-Klotz

Im Osten Deutschlands, in einer kleinen Ecke zwischen der polnischen und tschechischen Grenze, liegt das Zittauer Gebirge. Die paradiesische Gegend in der Dreiländerregion mit ihren ungewöhnlichen Felsformationen ist noch ein echter Geheimtipp bei Freunden des Heimaturlaubs. Jede Menge unvergessliche Erlebnisse sorgen hier für Spaß und Spannung, ob ein Besuch im Steinzoo oder eine Fahrt mit der Eisenbahn. Hier kommen vier Familienferienideen im Zittauer Gebirge.

Ein Zoobesuch der anderen Art: Zittauer Gebirge

Kurios und doch ein echtes Erlebnis! Die vulkanischen Sandsteinformationen im Zittauer Gebirge regen die Fantasie von kleinen sowie großen Besuchern an. Während einige der jahrhundertealten Felsen zum Beispiel wie Teekannen oder Orgelpfeifen aussehen, meint man in vielen von ihnen Tiere zu erkennen. So entstand auch der Zittauer Steinzoo. Drei Entdeckertouren durch Oybin, Jonsdorf und Lückendorf führen vorbei an steinernen Schildkröten, brütenden Hennen und sogar einem wilden Löwen. Besonders praktisch: Einige der Strecken sind mit dem Kinderwagen begehbar und eignen sich perfekt für eine Tour mit Babys und Kleinkindern!

Familie wandert durchs Zittauer Gebirge
Vollmer

Alle einsteigen, bitte! Eeine Fahrt auf der Zittauer Schmalspurbahn

Es zischt und dampft im Zittauer Bahnhof, wenn die Lokomotive mit großem Getöse einfährt. Bereits seit 1890 warten Reisende hier aufgeregt am Gleis, um alsbald ihren Ausflug zu beginnen. Und auch wenn der Güterverkehr hier längst eingestellt wurde, so fahren die historischen Dampflokomotiven dennoch Tag für Tag in Richtung des Kurorts Oybin. Angekommen lässt es sich nach Herzenslust zwischen malerischen Fachwerkhäuschen bummeln oder zur Burg und Klosteranlage auf dem gleichnamigen Berg Oybin wandern. Über das ganze Jahr hinweg finden außergewöhnliche Veranstaltungen in der Bahn statt, wie Theateraufführungen oder Themenfahrten. Los geht die wilde Fahrt!

Familie steigt aus historischem Waggon aus
Soom productions

Sachsen oder Südsee? Das Schmetterlingshaus in Jonsdorf

Tropische Temperaturen, exotische Palmen und wunderschöne Schmetterlinge, die uns um den Kopf schwirren: Um die Vielfalt der Natur zu erfahren, muss man nicht immer weit reisen. Im schönen Kurort Jonsdorf steht nämlich ein riesiges Schmetterlingshaus. Es ist das Zuhause von über 250 Arten der schillernden Falter. Dazu kommen Reptilien, Spinnen und andere Insekten aus aller Welt.

Aber wie kamen die Schmetterlinge eigentlich nach Jonsdorf? Nach der Wende musste die Region sich neu orientieren. Die hier ansässigen Textilfirmen konnten sich nicht mehr selbstständig erhalten und Fabrikgebäude wie die Bleicherei standen leer. Um den Tourismus in dem Kurort weiter zu fördern, kam die Idee für ein Schmetterlingshaus auf dem Gelände der ehemaligen Textilfabrik. Dank ihr haben wir heute ein kleines Stück Tropen mitten in Sachsen!

Familie im Schmetterlingshaus in Jonsdorf
Vollmer

Nach den Sternen greifen: Herrnhuter-Sterne

Vor über 160 Jahren kam ein Lehrer in der Herrnhuter Bruder-Gemeinschaft auf eine großartige Idee: Um den Internatskindern geometrische Formen näherzubringen, bastelte er mit ihnen bunte Sterne aus Papier. Gleichzeitig sollten sie kurz vor Weihnachten auch als Symbol der Liebe und der Geborgenheit gelten, denn die meisten waren Kinder von Missionaren und lebten weit entfernt von ihren Eltern. Schon bald gewannen die bunten Sterne an Beliebtheit über die Schulgrenzen hinaus. Heute ist aus der schönen Idee eine riesige Manufaktur geworden! Jährlich werden hier rund 700.000 Sterne von Hand hergestellt.

Wer mit seinen Kindern selbst tätig werden möchte, besucht die Entdeckerwelt oder bucht einen der begehrten Bastelplätze. Hier kann man einen Ministern aus Kunststoff oder einen beleuchteten Riesenstern aus Papier basteln. Wer zwei linke Hände hat, kann sich aber natürlich auch im Shop eine schöne Weihnachtsdeko kaufen!