CLICK HERE FOR OUR ENGLISH WEBSITE
Eine lange Hängebrücke führt vom Betrachter über eine kleine Schlucht in einem dichten Nadelwald. Alles ist dick verschneit.
Die Hängebrücke am Rothaarsteig bei Schmallenberg | Foto: Tanja Esser / shutterstock

Den Rothaarsteig wandern – auch im Winter ein Highlight

Wenn sich der Schnee dicker und dicker auf die dichten Baumwipfel des Sauerlands legt, zeigt sich die Region von einer ihrer schönsten Seiten. Und die lässt sich am besten zu Fuß erfahren. Denn das Wandern auf dem Rothaarsteig ist auch im Winter möglich, wenn man einige Tipps befolgt. Die haben wir hier für dich zusammengestellt.

Vorbereitung ist das A und O

Prinzipiell ist das Wandern ja eine ziemlich niedrigschwellige Freizeitbeschäftigung. Festes Schuhwerk, Wanderkarte oder -app (Zukunft!) und eine Buddel Wasser: Zack, fertig ist die Laube! Im Winter sollten fröhliche Wandersleut aber doch ein paar mehr Gedanken in die Vorbereitung stecken.

„Das Tragen von wetterfester Kleidung und festem Schuhwerk ist besonders wichtig, um den winterlichen Bedingungen gerecht zu werden“, empfiehlt Katharina Schwake-Drucks. Die Wanderexpertin beim Rothaarsteigverein muss es wissen. Tatsächlich kann es im Winter auf dem Wanderweg ziemlich kühl werden. Ist ja schließlich ein Mittelgebirgsweg, der stellenweise auf bis zu 843 Höhenmeter führt.

Eine Frau wandert auf einem Wirtschaftsweg durch einen schneebedeckten Wald auf dem Rothaarsteig
Foto: Rothaarsteigverein e.V. / Annika van Beek

Wenn es um die Zehen mal etwas frostiger wird und dicke Socken alleine den Job nicht mehr erledigen, dann kann auch der Griff zu Gamaschen helfen. Die halten den Schnee aus den Schuhen raus und man behält garantiert trockene und wohlig-warme Mauken. Im Winter außerdem wichtig: auf die Tageslichtstunden achten. Wer nachts noch nie in einem Wald unterwegs war, wird überrascht sein, wie duster das ist.

Sonnenuntergang über einem schneebedeckten Wald
Foto: Rothaarsteigverein e.V. / Peter Kappest

Kommt Zeit, kommt Spaß

Für manche erfreulich, für andere abschreckend: Im Winter gestaltet sich eine Wanderung in der Regel etwas anstrengender. Vor allem dann, wenn ordentlich Schnee liegt. Heißt in Folge: Es geht langsamer voran, als man das von einer Schönwetterwanderung im Sommer gewohnt ist. „Wandernde sind langsamer unterwegs und sollten daher für ihre Tour mehr Zeit einplanen“, rät auch die Expertin Ilka Robke, ebenfalls Mitglied beim Rothaarsteigverein.

Wegweiser mit Wander-Plaketten auf dem Rothaarsteig im Sauerland
Foto: Rothaarsteigverein e.V. / Anikka Van Beek

Der Rothaarsteig ist nicht auf ganzer Strecke ausgebaut, deswegen gehören am besten auch ein paar Wanderstöcke ins Gepäck. Damit sieht der Naturfreund von Welt nicht nur extrem professionell aus, sondern hat auch einen sicheren Tritt. Und ab und zu mal Augen nach oben: In den dichten Wäldern kann gerne mal eine gute Ladung Schnee von den Ästen runterdonnern, in Fachsprache heißt das „Schneebruch“. Und wie immer in der Natur gilt: Wir sind nur zu Gast hier. Bitte auf den Wegen bleiben, denn im Winter sind empfindliche Lebensräume und dort lebende Tiere besonders schutzbedürftig.

Ein Wanderweg auf dem Rothaarsteig in der Abenddämmerng
Foto: Rothaarsteigverein e.V. / Peter Kappest

Der Mühen Lohn

Das Wandern im Winter ist nicht nur Plackerei, sondern auch ziemlich spektakulär. Denn für die Anstrengungen gibt es als Belohnung weitläufige Panoramaaussichten auf den Höhen des Rothaarsteigs. Kamera nicht vergessen! Besonders beliebt sind die Niedersfelder Hochheide oder der Kahle Asten, der zweithöchste Berg in NRW. Wenig ist erfüllender, als nach einem anstrengenden Anstieg die fantastische Aussicht zu genießen und sich dabei einen heißen Tee aus der mitgebrachten Thermoskanne zu genehmigen. Und auch zur zünftigen Einkehr locken zahlreiche Gelegenheiten entlang der Route. Also, Stiefel an, Stöcke eingepackt, Jacke festgezurrt und los geht’s!

👉 Noch mehr Infos gibt’s hier auf der Website des Rothaarsteigvereins.