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Zwei Frauen in Sportkleidung fahren auf E-Bikes über einen Schotterweg, im Hintergrund Wald. Darüber blauer Himmel mit Sonnenschein.
Foto: Umomos / shutterstock

Ein neuer Radweg zeigt die Schönheit des Fichtelgebirges

Kann ein Land zu viele Fahrradrouten haben? Wir sagen: Nein! Umso besser, dass mit den „FichtelPerlen“ jüngst eine 114 Kilometer lange Tour fürs Fahrrad durchs Fichtelgebirge ausgewiesen wurde. Drei Tagesetappen grüner Fahrspaß.

Etappe 1: Bischofsgrün – Rehau

Der „Standard“-Start- und Zielpunkt der neuen Fahrradroute ist das beschauliche Örtchen Bischofsgrün. Auch wenn die Rundtour sich natürlich von jedem Ort aus starten und beenden lässt. 45 Kilometer lang führt die Etappe vom Start aus über Zell im Fichtelgebirge, Schwarzenbach an der Saale und Oberkotzau bis zum Etappenziel Rehau. Eine erste Pausengelegenheit können Radler an der Saalequelle bei Zell wahrnehmen. Eine alte Tafel weist auf den Bergbau hin, der hier über mehrere 100 Jahre betrieben wurde. Heute hingegen plätschert die Saale ganz ohne Industrielärm aus dem Boden.

Ein weiteres Highlight auf der Strecke ist das Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach. Die Übersetzerin, die unzählige Donald-Duck-Comics ins Deutsche übersetzte und als Chefredakteurin fürs Micky-Maus-Magazin tätig war, wohnte hier mehr als 50 Jahre. Heute treten Gäste gleichsam in ein Mini-Entenhausen ein, in dem Kinder in Dagobert Ducks Geldspeicher eintauchen und sich an Mitmachstationen selbst am Zeichnen ausprobieren können.

👉 Hier geht’s zur Website des Erika-Fuchs-Hauses.

Am Zielort Rehau wiederum wartet die ganze klassizistische Eleganz des 19. Jahrhunderts. Nach einem großen Brand 1817 wurde der Ort schachbrettartig wiederaufgebaut und diente als Vorlage für viele weitere solche Stadterneuerungen im damaligen Königreich Bayern. Und bei so viel Stadtidyll klappt das mit der Erholung nach der Etappe gleich doppelt so gut. Einkehrmöglichkeiten stehen jedenfalls reichlich zur Verfügung, ob Hotel, Pension oder Ferienwohnung.

Auf einem weißen Schild weist in grüner Schrift ein Pfeil Richtung Selb und Schönwald, daneben ein Fahrradsymbol. Im Hintergrund unscharf zu erkennen: ein leicht gebogener Aspahltweg, rechts davon ein grünes Feld, im Hintergrund Wald.
Foto: Tourismuszentrale Fichtelgebirge / Florian Trykowski

Etappe 2: Rehau – Wunsiedel

Von Rehau führt die zweite, 42 Kilometer lange Tagesetappe zunächst nach Selb. Wer sich weiterbilden möchte, macht einen Abstecher ins Porzellanikon. Immerhin das größte Spezialmuseum für Porzellan in Europa. Ansonsten geht es direkt weiter nach Thierstein, wo sich von der in 615 Meter Höhe gelegenen Burgruine ein atemberaubender Ausblick auf die Weiten des Fichtelgebirges öffnet. Mit neu gewonnenem Atem radelt es sich dann umso beflügelter zum Etappenziel Wunsiedel.

Hier wartet mit dem Felsenlabyrinth auf der Luisenburg ein echtes Naturwunder. Ganz offiziell, es trägt sogar die Auszeichnung als „Nationales Naturmonument“. Wer nach dem Radeln noch die Energie hat, entdeckt auf dem Rundwanderweg riesige Blöcke aus Granit, schmalste Felsspalten und idyllische, kleine Schluchten. Und dazwischen immer wieder fantastische Aussichtspunkte. Auf der Teufelstreppe, kurz vor dem Gipfel, gilt es auf den Kopf aufzupassen. Die 30 Stufen hinauf sind nicht zu schaffen, ohne ein paar Meter in gebückter Haltung zurückzulegen.

In einem grünen Wald liegen mehrere große Felsbrocken übereinander, darüber blauer Himmel.
Das Felsenlabyrinth | Foto: Tourismuszentrale Fichtelgebirge / Florian Trykowski

Etappe 3: Wunsiedel – Bischofsgrün

Die letzte Etappe führt schließlich von Wunsiedel wieder zurück zum Ausgangsort Bischofsgrün, auf machbaren 30 Kilometern. Statt menschengemachter Kultur warten auf der Strecke stille Momente in der Natur, der Weg führt durch ruhige Wälder und sanft geschwungene Landschaften. Möglichkeit zur Einkehr ergibt sich in Tröstau und Fichtelberg, bevor es von Bischofsgrün aus zurück nach Hause geht.

Drohnenaufnahme eines grünen Flusstals mit mehreren Waldstücken, rechts im Hintergrund eine kleine Siedlung und ganz im Hintergrund ein bewaldeter Höhenzug, darüber dichte Wolken.
Foto: Tourismuszentrale Fichtelgebirge / Florian Trykowski

Alle Informationen zur Fahrradroute FichtelPerlen gibt es hier auf der Website der Tourismuszentrale Fichtelgebirge.