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Eine junge Frau mit dichten, schwarzen Locken blickt von oben in die Kamera hinunter, über ihr blauer Himmel.
Akryl | Foto: Lilli Witte

Diese Newcomer haben wir 2026 im Ohr

Neues Jahr, neue Musik! Wir sind schon ziemlich gespannt, was es musikalisch mit sich bringt. Diese Newcomer (nicht nur) aus Deutschland stimmen uns für 2026 aber sehr zuversichtlich. Das wird ein ganz großes Musikjahr. Sechs deutschsprachige Artists, an denen niemand vorbeikommt.

Anna Grey

Egal, wie sich musikalische Trends entwickeln und egal, welche Beats, Instrumente oder Vocals gerade das heiße Ding sind: Es gibt immer einen Platz für guten Pop. Und den füllt Anna Grey wie keine zweite in Deutschland aus.

Eine junge Frau mit dunklem Haar im Zopf, schulter- und bauchfreiem schwarzen Top und schwarzem Minirock steht vor einer weißen Wand und wird vom Sonnenuntergang angestrahlt.
Foto: Tommy White

Die 26-jährige Sängerin, die bereits Anfang der Dekade ihre Spuren in der Berliner Elektro-Szene hinterlassen hatte, wechselte mit ihrer EP „Träume“ 2025 auf Deutsch und sorgte bei einer Clubtour Ende des Jahres für gefüllte Clubs. Kein Wunder, denn der Mix aus eingängigen Popmelodien, Rap- und Trap-Elementen sowie der einprägsamen Stimme der Wahlberlinerin gehen schnell ins Ohr und nur schwer wieder aus dem Kopf. 2026 steht (vielleicht) ein Album an, im Frühjahr eine umfangreiche Tour.

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GRENZKONTROLLE

Kommt alles irgendwann zurück? Ja, und das ist ja irgendwie auch nicht schlecht. Wenn etwa der Sound des Punk-Quartetts GRENZKONTROLLE sehr nach Fehlfarben klingt, halten wir das für eine gute Sache. Denn die 2020er sind für klugen und gleichzeitig wütenden Punk genauso reif wie damals die 80er.

Eine junge Frau und drei junge Männer stehen, schick gekleidet, nebeneinander auf einer Wiese und blicken die Kamera. Auch ein Hund liegt neben ihnen im Gras.
Foto: Binh Minh

Und Songs wie „REVOLUTION“, „SCHLECHTER MENSCH“ oder „KELLERLOCH“ machen schon im Titel klar, wohin die musikalische Reise geht – mit Themen von Mietwucher über Selbstdarstellung von Superreichen bis Polizeigewalt nämlich genau an den Nerv der Zeit.

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Kauta

Gefühlvoller Pop ohne Schmalz und eine einprägsame, große Stimme – das ist das Rezept, mit dem die Bonner Sängerin Kauta 2026 richtig durchstarten dürfte. Als Kind marokkanischer Eltern wechselt sie in ihren Songs mühelos zwischen Deutsch, Französisch und Arabisch, wobei die tiefen Emotionen in ihren Texten dabei nie auf der Strecke bleiben.

Eine junge Frau mit dichtem, schwarzen Haar, das von einem Haarreif zurückgehalten wird, steht vor einem Gebäude und blickt nach links oben. Sie trägt ein blaues Oberteil und eine Metallkette, an der ein Anhänger "K" hängt.
Foto: BTA

Die Authentizität ist der Sängerin dabei besonders wichtig. „Ich mag diese Fan-Star-Dynamik nicht und deswegen sehe ich meine Community eher wie eine große Clique aus Besties.“ Erleben lässt sich diese Community am besten auf einem ihrer Konzerte: Im Januar geht Kauta auf Clubtour durch Deutschland.

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Akryl

Ist die große Zeit des Indies vorbei? Wohl kaum, wenn sich die hiesige Musiklandschaft über solche Artists wie Akryl freuen kann. Die macht bereits seit frühester Kindheit Musik am Klavier und hat mit 14 Jahren schon erste eigene Songs geschrieben.

Eine junge Frau mit langen, schwarzen Locken sitzt im Schneidersitz auf einem Sofa und blickt direkt in die Kamera.
Foto: Lilli Witte

Kraftvolle Texte, sorgsam komponierte Arrangements und der Funken Magie, den gute Musik einfach braucht, das alles macht die Songs von Akryl aus. Kein Wunder, dass sie 2025 bereits Support für unter anderem Mine, nand oder Bruno Kawelke spielte und im Herbst bereits auf eine kleine Clubtour gegangen ist. Von hier aus geht es nur nach oben.

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Paulinko

Paulinko machen nach eigener Definition „Auf-die-Fresse-Pop“, und schon nach den ersten Sekunden reinhören, wird klar: Die Definition passt. Der Sound schwankt zwischen Indie, Pop und Punk, während die inhaltliche Positionierung des Düsseldorfer Trios bei Songs wie „Skandal im Patriarchat“ oder „ficken wen du willst“ eindeutig sein dürfte.

Als Solo-Projekt der Sängerin Anna Pauline Kohn während der Corona-Pandemie gestartet, hat Paulinko mittlerweile eine beachtliche Anzahl Songs veröffentlicht, die 2026 hoffentlich auf einer Tour (wir sind gespannt) die Bundesrepublik zum Wackeln bringen. Vorerst spielt die Band auf drei Konzerten im März Support für Schmutzki. Das lässt ja schon mal hoffen.

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Vicky

Der deutsche Rap war lange Zeit eine von Männern dominierte Szene, mit einigen wenigen Ausnahmen. Das hat sich in den vergangenen paar Jahren zum Glück gehörig geändert, wie auch der rasante Aufstieg von Vicky zeigt.

Eine junge Frau mit dunklen Haaren und Sonnenbrille steht in einem dunklen Raum, nur von blauem Licht angestrahlt. Sie trägt einen BH und eine Jogginghose, Bauch und Arme sind von vielen Tattoos bedeckt.
Foto: Prime Entertainment

Die österreichische Wahlberlinerin stellte ihren Debütsong „T-Shirt hoch, Titten raus“ – klar inspiriert vonIkkimel – 2024 auszugsweise auf TikTok und landete damit gleich in Tausenden Videos. Es dauerte nicht lange bis zum Plattenvertrag, 2025 kamen eine erste EP und eine Tour und mehrere Festivalauftritte dazu. Es würde uns schwer wundern, wenn es 2026 nicht genauso weiter gehen würde. Die ersten Termine der „Vicky, wann Welttournee“ sind bereits ausverkauft.

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