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Ein schwarzes Haus mit rotem Dach steht in der Biege einer Flussschleife. Am Flussufer sind mehrere Kanus aufgebockt. Der Himmel über allem ist blau.
Foto: DZT / Jens Wegener / Paddeln Lübbenau

Wandern, Paddeln, Radfahren: Naturnahe Aktivitäten im Spreewald

Nur gut eine Stunde von Berlin entfernt liegt der Spreewald. Der ist nicht nur bekannt für seine erstklassigen Gurken, sondern vor allem auch als wunderbar grünes Naherholungsgebiet. Durchzogen von unzähligen Seitenarmen der Spree, ist die Region wie geschaffen für das Kanufahren, Wandern und zum Genießen der Natur. Diese Aktivitäten und Ausflugsziele im Spreewald sind für uns ein absolutes Muss.

Kanutouren und Kahnfahren im Spreewald

Gut 300 Kanäle und Nebenarme, sogenannte “Fließe”, der namensgebenden Spree durchziehen den Spreewald und kommen auf eine beachtliche Gesamtlänge von mehr als 1.500 Kilometern. Die teils natürlichen, teils angelegten Wasserwege sind für den besonderen Naturraum lebensnotwendig und dienen zahlreichen Tier- und Pflanzenarten als Zuhause. Aber auch für die Menschen vor Ort spielt das Wasser eine große Rolle, ob für die Landwirtschaft oder zum Transport von Menschen und Waren auf dem Wasser.

Zwei junge Frauen paddeln in einem Kanu durch einen kleinen Waldfluss.
Foto: Lena Tschuikow / www.spreewald.de

Heute ist die Bewegung auf den Wasserwegen im Spreewald eine herrliche Freizeitaktivität. Denn beim Paddeln zeigt sich die Region in ihrer ganzen Schönheit. Auf dem ruhigen Wasser geht es vorbei an knorrigen Wäldern, idyllischen Auen und mit etwas Glück auch vorbei an Störchen, Fischadlern oder Ottern. Durch die Vielfalt der Wasserwege finden sowohl Einsteiger als auch Paddelprofis die richtige Route im Spreewald. Wer es wirklich wissen will, bucht eine mehrtägige Paddelrundtour. Ob kurz oder lang, mit Familie oder allein, sportlich oder entspannt – der Ausflug auf dem Wasser wird auf jeden Fall in Erinnerung bleiben.

In einer schmalen Fliesse im grünen Spreewald liegt ein Kanu angeleint an einem Anleger.
Foto: Lena Tschuikow / www.spreewald.de

Alle, die eher traditionell unterwegs sind, buchen sich stattdessen auf einen urtümlichen Spreewaldkahn ein. Das Fortbewegungsmittel ist immerhin Teil des immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Fast ohne einen Mucks gleiten die hölzernen Boote durchs Wasser, kundig gesteuert von einem Kahnführer. Die geben während der Fahrt Einblicke in die Kultur und Geschichte des Spreewalds. Besonders im Sommer, wenn die dichten, grünen Bäume ein schattig-kühlendes Dach über den Kanälen bilden, ist eine Tour auf dem Kahn ein Muss.

👉 Mehr Informationen zum Kahnfahren im Spreewald gibt’s hier auf der Tourismuswebsite der Region.

Mit dem Fahrrad durch den Spreewald

Auch wenn die meisten Menschen beim Spreewald zuerst an die Wasserwege dort denken, ist die Region auch für Radfahrer mehr als geeignet. Das Radnetzwerk ist hervorragend ausgebaut, und die kurzen Wege zwischen den Städten und Gemeinden sorgen dafür, dass es jederzeit die Möglichkeit zur Einkehr gibt. Unser Highlight ist der “Gurkenradweg”. Der gut 260 Kilometer lange Fernradweg geht einmal quer durch den Spreewald und führt dabei entlang größerer und kleinerer Fließe, durch die großen Orte Lübben, Lübbenau, Burg und Cottbus, aber auch durch kleinere Dörfer und – die dürfen natürlich nicht fehlen – an den berühmten Gurkenfeldern entlang. Damit ist auch die Frage nach einem Mitbringsel schon geklärt, am besten aus einem der Hofläden, die ebenfalls an der Strecke liegen.

👉 Mehr Informationen zum Gurkenradweg gibt’s hier auf der Tourismuswebsite der Region.

Zwei junge Frauen in sommerlicher Kleidung fahren auf Fahrrädern über eine Lichtung, hinter ihnen grüner Wald.
Foto: Lena Tschuikow / www.spreewald.de

Wandern im Spreewald

Keine Lust auf große Reisekosten? Kein Problem, denn der Paul-Gerhardt-Weg führt ambitionierte Wanderer auf 140 Kilometern geradewegs von Berlin-Mitte bis nach Lübben. Benannt ist der Weg nach dem Theologen und Kirchenlieddichter Paul Gerhardt, dem anlässlich seines 350. Todestags 2026 ein Jubiläumsjahr gewidmet wurde. In Lübben verbrachte er seine letzten Jahre. Doch auch alle, die sich nicht für Theologie oder Kirchenmusik begeistern können, sollten sich den Wanderweg markieren. Denn alleine für die wunderbare Natur, durch die die Route führt, lohnt sich der Marsch. Und sei es nur für eine oder zwei Tagesetappen.

Zwei junge Frauen in sommerlicher Outdoorkleidung wandern durch einen lichten Nadelwald vom Betrachter weg.
Foto: Lena Tschuikow / www.spreewald.de

Städtetrip im Spreewald: Cottbus

Nun besteht der Spreewald aber nicht nur aus Bäumen und Fließen. Gar nicht mal so wenige Städte prägen die Region und ihre Kultur. Als Tor zum Spreewald gilt dabei Cottbus, die mit knapp 100.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt in Brandenburg. Die historische Altstadt ist wie geschaffen für einen Frühlingsausflug. Und das imposante Schloss Branitz mitsamt Schlosspark versetzt Besucher kurzerhand in die Vergangenheit. In diesem Jahr steht das Gemäuer anlässlich des 250. Geburtstags von Fürstin Lucie Pückler ganz im Zeichen der Romantik. Also, der Epoche. Die Ausstellung “Die Dame/n des Hauses. Eine Spurensuche” gewährt einen Einblick in das Leben und Wirken der Fürstin in Cottbus.

Die Ausstellung läuft vom 9. April bis zum 1. November 2026. Dienstags ist die Ausstellung geschlossen.
👉 Mehr Informationen gibt’s hier auf der Website des Fürst-Pückler-Museums.

Drohnenaufnahme eines grünen Schlossparks mit See. Mitten im See ragt eine überwachsene, künstliche Pyramide aus dem Wasser.
Foto: Malte Jäger / www.spreewald.de