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Museum Marta Herford aus der Vogelperspektive
Marta Herford

Überraschend anders: Das Museum Marta Herford

GesponsertMarta Herford

Mit seinen fließenden und kippenden Wänden ist das Marta eines der ungewöhnlichsten Museumsbauwerke weltweit. Mitreißende Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst, Kreativangebote im hauseigenen Atelier sowie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm laden zu sinnlichen Erfahrungen und aktiver Beteiligung ein.

Nur wenige Gehminuten vom Herforder Bahnhof entfernt steht das aufsehenerregende Museumsgebäude des berühmten US-Architekten Frank Gehry. Mit seinen stürzenden, aufragenden und wirbelnden Formen wirkt dieses Glanzstück wie ein geheimnisvoller Komet in der ostwestfälischen Hansestadt. Für die Fassade wählte der amerikanische Star-Architekt dunkelrote Backsteine, die im Kontrast zum hellen Edelstahldach und dem weiß verputzten Gebäudekern stehen.

Ein einzigartiges Raumerlebnis

Im Inneren des Museums setzt sich das bewegte Raumvolumen mit geradezu tänzerischer Choreografie fort. Viele der ausgestellten Künstler*innen gehen mit ihren Arbeiten gezielt auf die räumlichen Gegebenheiten ein und bieten dabei mehr als eine überraschende (Seh-)Erfahrung: Sie reiben sich an der Architektur, befragen sie kritisch oder verwandeln den Raum gänzlich. Durch dieses Zusammenspiel entstehen im Marta Herford Werke, die in anderen Museen auf diese Weise nicht denkbar sind.

Eine ganz andere Architektursprache aus geraden Linien und rechten Winkeln eröffnet sich den Besuchenden in der Lobby. Den Kern des Museums bildet eine ehemalige Textilfabrik, die 1959 errichtet wurde. Neben den Galerien umfasst der Gehry-Bau außerdem die lichtdurchflutete kupferbar im Marta mit Außenterrasse am angrenzenden Flusslauf, den Museums-Shop und ein Veranstaltungsforum.

Außenfassade und Architekturdetails des Marta Museums
Marta Herford, Foto: theothercara

Kein Kunst-Tempel: Sinnliche Erfahrung und aktive Beteiligung

Marta ist international ausgerichtet und alles andere als ein sakraler, hermetisch abgeriegelter Musentempel! Neben seinen einmaligen Einzelausstellungen ist das Museum besonders für seine erfindungsreichen Themenausstellungen zur zeitgenössischen Kunst bekannt, die oft auch Übergänge zu Architektur und Design ausleuchten. Genau hinsehen, mehr hören, miteinander reden und diskutieren: Das noch junge Museum präsentiert sich neugierig, offen und experimentell und lädt die Besuchenden durch interaktive Angebote zur sinnlichen Erfahrung und partizipativen Auseinandersetzung ein.

Diese Möglichkeit zur aktiven Teilhabe setzt sich im Begleitprogramm fort, das einem möglichst breiten Publikum einen kreativen Zugang zur Welt der zeitgenössischen Kunst ermöglicht. Das Angebot reicht von Gesprächen mit Künstler*innen und Kurator*innen, Vorträgen, Konzerten und Performances über Architektur- und Ausstellungsführungen für verschiedene Zielgruppen bis hin zum museumspädagogischen Programm im hauseigenen Atelier.

So ist Marta Herford – abseits der großen Metropolen – ein Ort, an dem sich Kreativität und Lebensfreude mit (künstlerischen) Begegnungen verbindet.

Ein Spiel mit Malerei und Fotografie: Das aktuelle Ausstellungsprogramm 

Auf verblüffende Weise erkundet die Ausstellung „Trügerische Bilder“ das Spannungsfeld zwischen malerischen und fotografischen Techniken. Hier ist genaues Hinsehen gefragt, denn sieben Künstler*innen spielen mit der Wahrnehmung der Betrachtenden. Einer davon ist James White, der das Spiel zwischen Realität und Fiktion meisterhaft beherrscht. Handelt es sich bei seinen Bildern um Malerei oder wird etwa doch eine Fotografie betrachtet? Noch bis zum 15. August können das die Besuchenden im Marta selbst herausfinden.

Ausstellungsansicht mit Werken von James White
Marta Herford, Foto: theothercara

Ebenfalls entdecken kann man eine bisher unbekannte Seite des Fotografen Benjamin Katz. Weltweit berühmt wurde dieser vor allem mit Schwarzweißporträts von Künstler*innen wie Georg Baselitz, Joseph Beuys oder Cindy Sherman. Die Einzelausstellung „Entdeckungen“ im Marta Herford stellt noch bis zum 3. Oktober 2021 eine große Anzahl ausgewählter Bilder aus dem umfassenden Archiv des Künstlers in den Mittelpunkt. Diese zeigen Landschaften, Stillleben oder Architekturdetails. Diese Ausstellung wird gefördert durch #2021 Jüdisches Leben in Deutschland e.V. aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

„Look!“: Große Ausstellung zu Kunst und Mode ab September 2021

Am Freitag, 3. September 2021 wird die Ausstellung „Look! Enthüllungen zu Kunst und Fashion“ eröffnet. In ihrem Mittelpunkt stehen aktuelle Fragestellungen zum Thema Mode und deren raffiniertem Spiel zwischen gesellschaftlichen Normen und individuellem Ausdruckswillen. Mit künstlerischen Beiträgen der letzten 20 Jahre entwirft diese Schau ein lebhaftes Panorama aktueller Phänomene in der Fashionwelt. Welchen Stellenwert besitzt Mode heute angesichts enormer Beschleunigung und globaler Produktionsstrukturen? Und welchen Einfluss üben die sozialen Medien auf die Gestaltung der eigenen Identität aus? Drängende Fragen der Modeindustrie, Schlaglichter auf internationale Designer*innen ebenso wie Möglichkeiten der persönlichen Teilhabe machen bis zum 6. März 2022 im Marta Herford Mode als schillernde Erzählung über die komplexe Gegenwart erlebbar.

Mari Katayama, Shell, 2016, C-Print, 130 x 130 cm, Collection Antoine de Galbert, Paris
Mari Katayama, Shell, 2016

„Ersehnte Nähe“: Identität und Freiheit in Zeiten von gesellschaftlichem Aufbruch  

Das vergangene Jahr war u.a. geprägt von den Protesten der Black-Lives-Matter-Bewegung und einem neuen Bewusstsein über strukturellen Rassismus und Diskriminierung. Die Herbstausstellung „Ersehnte Nähe“ bringt ab dem 24. Oktober 2021 zwei südafrikanische Künstler zusammen, die von Toleranz und gesellschaftlicher Nähe erzählen. Während Neo Image Matloga im Südafrika nach dem Ende der Apartheid aufwuchs und seine collagierten Malereien von der Hoffnung auf sozialen und politischen Freiraum erzählen, führte Singarum Jeevaruthnam Moodley bis zu seinem Tod 1987 ein Fotostudio, das ein Rückzugsort für die Anti-Apartheid-Bewegung war. Die Ausstellung ist bis zum 13. Februar 2022 zu sehen.

Kunst im Außenraum erleben

Auch um das Gebäude herum kann man Kunst entdecken! Direkt ins Auge sticht die lebensgroße Skulptur von Tupac Shakur, die auf einem 5m hohen Sockel vor dem Museum steht. Was es damit auf sich hat, erfährt man im kostenfreien Audioguide, den man unkompliziert mit dem eigenen Smartphone abspielen kann. Darin nimmt der Museumsdirektor Roland Nachtigäller Interessierte mit auf einen kurzweiligen und unterhaltsamen Spaziergang rund um das Marta-Gebäude.

Skulpturen vor dem Museum Marta Herford
Marta Herford, Foto: Helmut Claus

Unter dem Motto „Marta Open Air“ laden von Frühjahr bis Herbst 2021 verschiedene Kunstwerke im Außenraum zum Verweilen, Entdecken und Mitmachen ein. Das Angebot umfasst Skulpturen, Installationen und Performances zum Mitmachen – mit Abstand, unter freiem Himmel und zu jeder Zeit. 

Frau spaziert durch Open-Air-Bereich eines Museums in Deutschland
Marta Herford, Foto: KunstArztpraxis.de

Marta Herford
Museum für Kunst, Architektur, Design
Goebenstraße 2-10, 32052 Herford
Informationen für den Museumsbesuch und Einblicke in das Ausstellungsprogramm gibt’s auf der Marta-Website, dem Marta-Blog und bei InstagramFacebook, Twitter und YouTube!

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